Resolution des Schweizerischen Seniorenrates (SSR)

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Endlich anständige Renten!

Jede fünfte Person im Rentenalter lebt in Armut oder ist armutsgefährdet. Das sind laut Bundesamt für Statistik 350‘000 Personen.

Der SSR fordert deshalb:

  • Die AHV/IV-Renten müssen den Existenzbedarf verfassungsmässig wieder besser decken, weil insbesondere die Gesundheitskosten und Krankenkassenprämien ständig gestiegen sind. So kann auch das zunehmende Abgleiten in die Ergänzungsleistungen gebremst werden.
  • Bei Armut von AHV/IV-Rentnerinnen und -Rentnern sind stabile und günstige Wohnverhältnisse wichtig. Deshalb sind die Wohnbeihilfen der EL regelmässig und marktgerecht anzupassen.
  • Die Pflegefinanzierung muss schweizweit einheitlich und gesetzeskonform durchgeführt werden.
  • Die Pflegeleistungen der Angehörigen sind ökonomisch abzugelten.
  • Um der Armutsgefährdung im Alter vorzubeugen, sind griffige Massnahmen gegen die Diskriminierung älterer Arbeitnehmender zu ergreifen.

Diese Resolution ist am 31. Oktober 2019 vom SSR-Vorstand beschlossen worden und wird am SSR-Herbstkongress vom 5. November 2019 in Biel veröffentlicht.

Der Schweizerische Seniorenrat vertritt die wirtschaftlichen und sozialen Interessen der älteren Menschen gegenüber Bund, Verbänden, Medien und der Öffentlichkeit. Er achtet dabei besonders auf die hilfsbedürftigen Senioren und auf die Generationengerechtigkeit.

Bern, den 31. Oktober 2019

 

3 Antworten

  1. Schönenberg Hans Rudolf
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    Diese Resolution finde ich absolut Spitze.
    Herzlichen Dank an die Verantwortlichen im SSR.
    Liebe Grüsse
    Hansruedi Schönenberg

  2. Conrad Jörg
    | Antworten

    Die Resolution des SSR ist sehr gut in allen aufgeführten Punkten. Was leider immer wieder vergessen oder einfach übergangen wird, ist die steuerliche Belastung der Rentnerinnen und Rentner, welche sich selbst finanzieren, weil Ihnen die finanzielle Situation der Pensionskassen zu unsicher geworden ist. Dies belegt auch die Tatsache, dass sehr viele Personen sich die Pensionskasse auszahlen lassen. Was viele nicht wissen oder wahrhaben wollen, ist die Tatsache, dass sich selbst finanzierende Rentnerinnen und Rentner vom Steuervogt Schweiz regelrecht in der Vermögenssteuer abgezockt werden. Wenn die Rentnerinnen und Rentner noch mit ca. 60% des Einkommens nach der ordentlichen Pensionierung auskommen müssen wäre es doch wirklich angebracht, die Steuern auf 80% zu setzen. Dieser Verlust von 20% holt der Staat in doppeltem Masse wieder ein. Bei den Ergänzungsleistungen könnten diesbezüglich CHF 580 Millionen eingespart werden. Zudem sind Rentnerinnen und Rentner in ihrem Konsumverhalten sehr grosszügig, die Wirtschaft könnte somit grössere Gewinne ausweisen, und der Verlust von 20% kann ohne Wimpernzucken im Doppelten vom Staat wieder als Steuereinkommen verbucht werden. Ein weiterer Gewinn ist in der Tatsache zu begründen, dass durch den 20%igen Steuererlass sich der oder die Einzelne finanziell sicher wohler fühlt und persönlich besser in seine individuelle Zukunft schauen kann. Ich frage mich ernsthaft, auf was warten eigentlich noch?

  3. Vogel Vinzenz
    | Antworten

    Vogel Vinzenz
    Ich stimme den Argumenten von Conrad Jörg voll zu. Die älteren Bürger werden geschröpft wo es geht. Man schaut in erster Linie dafür dass es den Asylanten usf. gut geht. Die eigenen Leute welche jahrzehntelang mit ihrer Arbeitskraft und Steuern zum wohlergehen der Schweiz beigetragen haben werden ausgeblutet. Und vom neuen Parlament ist in Zukunft keine Besserung zu erwarten.

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