(Deutsch) Offener Brief an den für Seniorinnen und Senioren zuständigen Bundesrat

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7 réponses

  1. Heinz Widmer
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    Sehr geehrte Herren
    Wenn das Verhalten des Bundesrats jemanden aus dem SVS gekränkt hat, sollte die Person das nicht auf dem Buckel von uns Senioren austragen. Meine Erfahrung ist , dass die Senioren alles nicht so wirklich ernst nahmen.
    Ich muss sagen endlich hat ein Bundesrat seine Aufgaben ernst genommen und dementsprechend gehandelt.
    Wie haben denn die Politiker in den Grenzgebieten gehandelt,? Da hat man deutlich gesehen, dass es wichtiger ist dass die Wirtschaft weiter läuft und man bis zum letzten Moment mit der Grenzschliessung wartete. Wo entstehen die höchsten Gesundheitskosten?
    Wichtig sind nun Fragen:
    Wie abhängig ist die Schweiz vom Ausland?
    Wieso hat man damals einen Teil der Goldreserven den Kantonen verteilt?
    Wieso wird in Wohlen an Neubauten am Sonntag gearbeitet? (Er musste mit dem Preis dermassen tauchen um den Auftrag zu bekommen, dass er es am Sonntag mit einem Kollegen erledige für einen finanziellen Zustupf für zwei Arbeiter.)
    Das wären Themen meine Herren von der SVS

  2. Cäcilia Hänni, ZRV
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    Danke für diese Stellungnahme. Sie drückt das ungute Gefühl aus, dass im Moment viele gesunde Seniorinnen und Senioren umtreiben dürfte, trotz aller Dankbarkeit für die Rücksichtnahme und Unterstützungsangebote. Es ist ein schmaler Grat zwischen unterstützen und bevormunden. Die Verordnungen der Politik dürfen nicht dazu führen, dass ein Bruch zwischen den Generationen entsteht. Die Aufhebung der Lockdwon Massnahmen muss die ältere Generation mitberücksichtigen und darf sie nicht aussen vor lassen. Es ist wichtig, dass auch die ältere Generation wieder möglichst rasch ihren aktiven Beitrag in der Gesellschaft leisten kann und dieser Anerkennung findet.

  3. Theresia Engeler - Bisig
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    Geschätzter Vorstand!

    Vielen Dank, dass Ihr direkt den Kontakt zu Herrn Berset gesucht habt. Ihr solltet eine grundsätzliche Besprechung mit dem gesamten Bundesrat anstreben. Wir könnten in Bern ein bisschen die Weisheit eines langen Lebens und Alterns in aller Bescheidenheit. einbringen. Das wäre ein ‘Plus’ für Regierung und Volk. Der Bundesrat gibt bestimmt sein Bestes! Alles kann ganz natürlich nicht allen passen, insbesondere, wenn er Opfer verlangen muss. Es war mutig, was er veranlasst hat. Ohne Fehler, fast unmöglich! Jedenfalls war die Hauptwirkung zielführend.

    Diese Art der PR-Arbeit betreffend die über 65 jährigen (willkürliche Grenze! Die Alterung ist individuell ganz verschieden!) hat Feindseligkeiten in die Gesellschaft gebracht. Ich musste hören, dass die Jungen nur wegen uns zuhause bleiben müssten. Der Hauptgrund FÜR DIE GANZ DRASTISCHEN ANORDNUNGEN war wahrscheinlich die Gefahr der ÜBERSCHWEMMUNG VON SCHWERKRANKEN IN DEN SPITÄLERN. Es wurde der Irrglaube leider verbreitet besonders die Alten würden sich nicht an die Regeln halten. Hallo! Und die vielen Jungen (z.B. am Zürichsee und Bodensee!), die sich auch nicht daran gehalten haben und Jubelpartys veranstalteten, was ich ihnen sonst von Herzen gönne. Irgendwie ist es auch verständlich, denn jahrzehntelang lebten wir alle ein komplett anderes Leben. Davon sprach fast niemand.
    Wahscheinlich hielt sich gerade die ältere Bevölkerung noch viel mehr an die Vorgaben, weil sie noch ‘folgen’ gelernt hat. In meiner Umgebung blieben die allermeisten alten Leute traurig und isoliert zuhause. Einige getrauten sich kaum einen Spaziergang zu machen. Dass sich jedoch die ältere Bevölkerung auf der Strasse noch eher vergessen kann als die Jungen ist doch wirklich auch verständlich. In unserem Land tragen die Leute ganz selten bis keine Masken. Diese würden helfen, an die Gefahr zu denken. Ich trage deshalb und um andere und mich zu schützen immer ein Maske ausser Haus. Seit beginn der Gefahr!
    Wir werden uns daran gewöhnen mussen. Der Mensch ist von Natur aus ein ‘Gewohnheitstier’ und die älteren Leute haben z.T. kein Gedächtnis mehr, haben vielleicht auch wegen ihrer Armut nicht einmal ein Radio, geschweige denn einen PC, hören und sehen zu wenig gut, um Radio zu hören resp. Zeitung zu lesen. Das gilt es alles zu bedenken. Viele sind ungenügend informiert. So entdecke ich, dass auch fremdsprachige Leute (da sind sie nicht schuld!), wahrscheinlich wegen der sprachlichen Schwierigkeiten zu wenig Wissen über den Umgang mit dieser gefährlichen Ansteckung haben.
    All das gilt es einfach auch zu bedenken. Wir gehören zusammen und sollen auch über die Generationen hinaus füreinander und miteinander freundlich zusammenleben. Dann gibt es eine Vin-vin–vin Situation. Übrigens auf unserer Autobahn wurden und werden in der Corona-Zeit echte Autorennen von meist jungen und mittelalterlichen Männern veranstaltet. Erlebte dies höchst gefährlich direkt selber. Es ereigneten sich in letzter Zeit bestimmt auch deshalb einige Unfälle, obwohl viiiiiiel weniger Autos auf den Strassen kursierten. Die Medien täten besser, die Rennen nicht noch zu publizieren, denn das zieht diese Möchtegern Rennfahrer noch mehr an (Nachahmungstrieb des Menschen!). Einfach Kontrollen machen und zurechtweisen. Wer nicht hören will muss fühlen! Leider!
    Nochmals vielen Dank, dass Ihr Euch mit diesem Brief gewehrt habt. Hoffentlich werdet Ihr gehört. Das wünsche ich Euch und grüsse freundlich

    Theresia Engeler-Bisig

  4. Liebe Kolleginnen und Kollegen
    Mit diesem offenen Brief drescht ihr etwas vorschnell und heftig auf den Bundesrat ein, der meines Erachtens bisher einen guten Job gemacht hat. Vom Bundesrat her spüre ich jedenfalls keine Diskriminierung. Doch offenbar diskriminiert uns das Virus in sehr hohem Masse und in der öffentlichen Meinung befürchte ich einen möglichen Umschwung zu unserem Nachteil.
    Ich glaube, wir alle müssen noch viel mehr auf die Medien achten, die zum Teil systematisch altersdiskriminierende Titel setzen, ungeschminkt Pauschalurteile verbreiten und die « Alten » als verantwortungslos, egoistisch und konsumwütig darstellen. Dagegen müssen wir uns wehren. Wir alle sollten mit Leserzuschriften, Protesten und iim öffentlichen Diskurs diese Diskriminierung anprangern. Wer spricht davon, dass wir die Altersgruppe sind, welche einen Grossteil der Freiwilligenarbeit leistet, Ehrenämter ausübt und den sozialen Zusammenhalt fördert? Wir müssen uns selber viel besser darstellen. Keinesfalls dürfen wir uns von der Ignoranz und Unverfrohrenheit mancher Zeitgenossen einschüchtern lassen. Leider ist es so, dass auch viele Ältere an dieser Hetze gegen Seniorinnen und Senioren teilnehmen. Das ist keine gute Strategie, um sich selber jünger zu fühlen. Auch nicht um sich bei den Jüngeren anzubiedern.

  5. Cäcilia Hänni
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    Sehr geehrter Herr Rüegg, lieber Willy
    Im zweiten Abschnitt deines Kommentars umreisst du die Problematik sehr gut, vielen Dank für diese Einschätzung. Die Medien haben in den letzten Wochen tatsächlich diesbezüglich einen fragwürdigen Job gemacht. Die Politik trägt aber mit Ihren Anweisungen und Botschaften eben auch dazu bei, was die Medien dann letztlich publizieren. Es ist die ganze Gesellschaft gefordert, keinen Bruch zwischen den Generationen zuzulassen. Denn letztlich ist Jung und Alt aufeinander angewiesen.

  6. Esther Ryffel
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    Lieber Willy

    Ich finde es richtig, dass wir +65 uns aktiv in die Diskussion bringen. Das unterstreicht doch schon einmal, dass wir DA und AKTIV sind.

  7. M.Mirjam Hefti
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    BRAVO ! Vielen herzlichen Dank für diesen offenen Brief, den ich mehrmals weitergeleitet habe an viele ältere Menschen,die sich sehr verstanden fühlen in Ihren Ausführungen. Vielen Dank! Wir brauchen jetzt mutige Menschen, die Eigenverantwortlichkeit und Gemeinschaftsdenken aus reicher Erfahrung kennen.

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